Rudern @ Dresdenia Berlin
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Umtragen für Fortgeschrittene: 1.) Boote aus dem Kanal holen |
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2.) Boote über Deiche und Wiesen ziehen |
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3.) Boote in den Fluß werfen |
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4.) Weiterrudern und glücklich sein |
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Christian S., Christian F.
Am Abend des 4. April 2003 holte mich Christian um 17:30 Uhr bei mir zu Hause ab und wir fuhren dann so gegen 18 Uhr mit seinem Käfer los. Die Fahrt verlief eigentlich recht ruhig, bis auf einen Unfall auf einer Landstraße, den wir auf einem Feldweg umfuhren.
Am späten Abend, so gegen 22 Uhr, kamen wir dann dank des Navigationssystems ohne große Schwierigkeiten im Uelzener Bootshaus an. Wir packten nur noch unsere Sachen aus, machten unsere "Betten" (Schlafsack + LuMa oder Isomatte) und gingen schlafen.
Am nächsten Morgen gab es so gegen 7:30 Uhr Frühstück. Während die meisten Kameraden noch frühstückten, fuhren Christian und ein Uelzener zum Bahnhof, um die Stadthagener Jugend von dort abzuholen. Nach ergiebigem Frühstück machten wir uns daran, die Boote ins Wasser zu bringen und die Mannschaften einzuteilen. Christian bekam ein Jugendboot zugeteilt, in dem drei von den Stadthagenern und meine Wenigkeit mitfuhren.
Als wir die Einteilung bekannt bekommen hatten, fuhren wir los. Zuerst fuhren wir ca. 10 Kilometer auf dem Elbe-Seitenkanal und legten dann am steinigen Rand an. Dort warteten wir auf die anderen Boote, um sie rauszunehmen und sie dann einen Hügel auf der Kielleiste hinunter zu schieben. Als alle Boote unten angekommen waren, setzten wir sie in die Ilmenau ein.
Ein paar Kilometer ruderten wir dann mit der Strömung, bis wir zu unserem ersten Hindernis kamen. Gleich hinter einer Kurve kam eine von unserem erfahrenen Obmann angekündigte Brücke, welche man mit richtigem Winkel anfahren muss, damit man nicht irgendwo hängen bleibt. Doch wie das immer in solchen Situationen ist, hat man einen unerfahrenen Steuermann, in unserem Fall eine unerfahrene Steuerfrau, am Steuer. Wie es dann kommen musste, kamen Sitzplatz Eins, wo ich gesessen habe, und Zwei, wo Christian gesessen hat, unbeschadet am hölzernen Brückenpfeiler vorbei, doch bei Drei blieben wir mit dem Ausleger hängen und ein Teil des morschen Brückenpfeilers fiel ins Wasser. Wir brauchten einige Minuten, um uns dort herauszuschieben, kamen aber letztendlich weiter. Wie wir zum Glück später erfuhren, waren wir nicht die einzigen, die dort hängengeblieben sind. Ab dort kamen uns nur noch kleine Hindernisse in den Weg, bis zu einer Wiese an einem Wehr, über die man die letzten Jahre die Boote getragen hatte, um das Wehr zu umgehen; diese war mit Stacheldraht abgezäunt, da der Besitzer das Umtragen der Boote nicht mochte. Deshalb mussten wir ca. 500 Meter zurückfahren und die Boote dort an einer dafür vorgesehenen Stelle rausnehmen. Die Boote fuhren wir dann mit Bootswagen über eine Brücke und dann noch ungefähr ein bis zwei Kilometer durch den Wald zum Fluss.
Auf diesem Fluss hatten wir dann mit einigen S-Kurven und ins Wasser hineinwachsenden Bäumen zu kämpfen. Gegen 17:30 Uhr erreichten wir den Kanuclub Lüneburg, wo wir unsere Boote lagerten.
Als dann alle Boote draußen waren, machten wir uns zum Bahnhof auf. Von dort fuhren wir mit dem Zug nach Uelzen zurück. Dort angekommen, wurden die Autofahrer in ein Auto verfrachtet und holten die anderen Autos und danach uns ab.
Im Bootshaus angekommen, gab es erst mal schön viel zum Abendessen und danach saßen wir Jugendlichen bei mehreren Tassen Tee zusammen und unterhielten uns. Wir hielten das aber nicht lange aus, da wir so müde waren und gingen deshalb schon um 22 Uhr ins Bett.
Am Sonntagmorgen gab es wie am Tag zuvor um 7:30 Uhr Frühstück. Nach dem Frühstück haben wir unsere Sachen gepackt und in die Autos geladen, sind nach Lüneburg gefahren und haben die Boote zu Wasser gebracht. Auf diesem Teil der Strecke verlief es eigentlich recht ruhig, außer dass wir schon nach kurzer Zeit mit Wind und leichtem Schnee zu kämpfen hatten. Nach ungefähr der Hälfte der Tagesstrecke machten wir eine Pause, um zu Essen und danach die Boote in einen noch kleineren Fluss (die Neetze) umzutragen. Als wir dann ungefähr noch drei Kilometer vom Ziel entfernt waren, mussten wir noch mal umtragen. Erst alle Boote raus, den Deich hoch und in den Elbe-Seitenkanal. Und dann nur noch bis zum Ziel fahren. Dort haben wir unsere Boote rausgenommen, abgeriggert und auf den Hänger verladen, während die Autofahrer die Autos aus Lüneburg holten. Als sie dann wieder da waren, gab es zum Abschied noch Kaffee und Kuchen. Danach sind wir dann noch nach Hause gefahren.
Bericht von Christian F.
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