Rudern @ Dresdenia Berlin
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Unsere Einsatzstelle für die Boote an der Wakenitz |
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Pause in Rotenhusen vor dem Ratzeburger See |
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Der Küchensee mit Regattastrecke: auch nur Wasser |
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Auf der Wakenitz |
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Rücktransport der Boote von der Einsatzstelle zum Bootshaus der Lübecker RG/Lübecker Frauen-RG |
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Mit Schiebewind auf der Trave zurück von Bad Schwartau nach Lübeck |
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Rrring, rrring, 7 Uhr, der Wecker klingelt. Aufstehen, waschen, anziehen, frühstücken, noch einige Sachen zusammenpacken und dann zum Club.
Um 9 Uhr sind wir zur Wanderfahrt nach Lübeck verabredet. Wir, das sind "Gustav" (Werner), unser Fahrtenleiter, Ute, Quasi, Angela, Frank, Monika, Dennis, Anja, Franziska, Tanja, Julia, Zeno, Pünktchen, Karin, Jürgen, Gabi, Tobias, Christian, Jorin, Tycho und meine Wenigkeit: Harry.
Alle sind auf dem Parkplatz vom Clubhaus versammelt. Die Einteilung der Personen in die Fahrzeuge war schon vorher geregelt. Gepäck verladen und um 9:20 Uhr fahren wir in Richtung "Lübecker Rudergesellschaft". Die Fahrt über die Autobahn und Bundesstraßen verläuft ruhig. Gegen 13 Uhr sind wir in Lübeck.
Unsere "Jugendlichen" sind in der "LRG" untergebracht, die Erwachsenen in der Jugendherberge von Lübeck.
Gegen 14 Uhr Treffpunkt "LRG". Wir wollen eine Stadtführung mitmachen. Norbert und Gisela von der LRG haben sich vorbereitet, uns die Lübecker Altstadt zu zeigen.
Nachdem wir Norbert und Gisela begrüßt hatten, gingen wir am Ufer der Kanaltrave entlang bis zur Fußgängerbrücke, überqueren diese uns sind in der Glockengießerstraße. Jetzt ist Kultur angesagt. Wir sehen jetzt die Katharinenkirche, dann das Heiligengeist Hospital, St. Jacobi, wo das Rettungsboot des Segelschiffes Pamir zu sehen ist, die Schiffergesellschaft, St. Marien, das Rathaus. Kurze Pause.
Einige gehen noch zum Cafe Niederegger und kaufen sich das "Echte Lübecker Marzipan".
Weiter geht's um 16:30 Uhr zum St. Petri. Hinauf mit dem Fahrstuhl und Lübeck von oben betrachtet. Vorbei am Puppen- und Marionetten-Museum zur Katholischen Propsteikirche Herz Jesu und zu allerletzt zum Dom zu Lübeck.
In allen Kirchen, die wir besichtigt haben, waren tolle Orgelanlagen und Schnitzereien von Figuren, Altaren, Kanzeln und auch an Sitzgelegenheiten zu sehen.
Unsere Führung geht damit zu Ende. Zurück zur Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885 e.V., denn uns brennen etwas die Füße. Um 18 Uhr gibt es Abendessen in der LRG, danach gemütliches Zusammensitzen und etwas trinken. Es ist auch bald Feierabend, denn morgen ist Rudern angesagt.
Harry
Freitag, an dem wir dann auch endlich das erste Mal gerudert sind. Wir (die Jugendlichen) sind so um halb acht aufgestanden und haben gefrühstückt. Um dreiviertel neun kamen dann die anderen aus der Jugendherberge an und wir haben uns ruderfertig gemacht. Als es zu den Booten ging, hörte ich das erste Mal von der Änderung in der Planung: die Fahrer mit den Autos sollten diese nach Ratzeburg, unserem Tagesziel, fahren und wurden von einem Lübecker Ruderkameraden in seinem Bus zurück nach Lübeck chauffiert. Diese Fahrerei dauerte eine ganze Stunde, sodass wir mit den Booten erst um zehn aufbrachen. An diesem Tag ruderten wir zunächst auf der Wakenitz und später auf dem Ratzeburger See nach Ratzeburg. Zwei Boote hatten vorher schon abgelegt (es war auch gar nicht genug Platz für unsere fünf Vierer), warteten aber zwei Kilometer weiter auf uns. Die Bootseinteilung war Folgende: Harry, Karin, Zeno, "Schrat" und ich bildeten eine Mannschaft. Die anderen Mannschaften waren: Tobi, Quasi, Ute, ein Lübecker und Jürgen; Dennis, Anja, Tanja, Jorin und "Mucke" (eine Lübeckerin); Pünktchen, Gustav, Tycho, Gabi und Frank; das letzte Boot waren: Angela, Monika, Christian, Julia und auch wieder ein Lübecker. Da wir auf die Boote warteten, die nach uns abgelegt hatten, fuhren wir die ganze Zeit mit halber Kraft voraus, während die anderen Boote jeweils schneller fuhren und dann anhielten und Pause machten. Letztendlich waren wir alle immer so zehn bis fünfzehn Minuten auseinander.
Das Wetter war so lala. Die Sonne schien, und wurde immer wieder von mehr oder weniger dichten Wolken verdeckt. Außerdem wehte ein kalter aber gleichmäßig aus einer Richtung kommender Wind. Solange die Sonne da war, war es sehr angenehm, aber wenn sie verdeckt war, hatten wir keine Lust mehr auf "Pause und segeln", sondern ruderten weiter.
In Rothenhusen machten wir dann eine größere Pause. Es liegt ungefähr auf der Hälfte und ist eine gute Gelegenheit, um sich vor der Überquerung des Ratzeburger Sees noch mal auszuruhen.
Wir setzten uns zunächst vor die Gaststätte in die Sonne, doch als die Wirtin sah, was wir auf dem Tisch haben, meinte sie in einem sehr unfreundlichen Tonfall, dass ginge aber nicht, dass wir Selbstmitgebrachtes essen, dabei hatte sie an diesem Tag selbst nichts anzubieten.Wir (vor allem die Jugendlichen, aber auch ein paar von den Erwachsenen) haben uns daraufhin an die Kante zum Wasser gesetzt und dort gegessen. Naja, so sind ihr auch unsere Getränke durch die Lappen gegangen. Getrunken hätten wir ja etwas bei ihr...
Nach dieser Pause ging es dann also ohne größere Unterbrechungen über den Ratzeburger See ("Jetzt fahr'n wir über'n See, über'n See, ..."). Der Wind kam genau so, dass es ein schöner Schiebewind war und auch die Wellen als mitlaufende Wellen ertragbar waren. Mittlerweile steuerte ich.
Die Überfahrt war also okay. Zwischendurch dachten wir, es könnte noch ziemlich schwer werden, da sich einige Wellen ziemlich aufbauten, aber das war schließlich doch wieder vorbei, oder auf jeden Fall nicht so schlimm.
Unser Boot fuhr dann direkt durch eine kleine schmale Durchfahrt auf den Küchensee zum Ratzeburger Ruderclub. Wir hatten irgendwie nicht mitbekommen, dass wir an diesem Tag schon die Fahrt über den Dom- und den Küchensee machen sollten, da das Wetter am nächsten Tag so schlecht werden sollte, beziehungsweise sehr windig.
Schließlich hatten aber alle Boote angelegt und waren auf der Wiese zwischengelagert. Wir konnten also unseren ganzen Kram in die Autos verfrachten und... nein, nicht nach Hause fahren. Schließlich gibt es in Ratzeburg auch eine Kirche zum Besichtigen - es ist sogar ein Dom!.
Wir guckten ihn uns also an, er war aber nicht so schön wie die Kirche der Fischer, die wir am Tag vorher in Lübeck gesehen haben. Auf dem Weg zu den Autos aßen wir noch ein Eis.
Zurück am Verein duschten wir und gingen dann irgendwann los in die Stadt zum "Paulaner's". Dort hatten wir Plätze und auch Essen vorbestellt, sodass es "nur" eine dreiviertel Stunde dauerte, bis das Essen kam. Es sollte eigentlich schneller gehen, wenn wir vorbestellen?! Ein "Höhepunkt" des Abends war, dass Gustav vergaß zu würfeln, beziehungsweise würfeln zu lassen. Das wurde dann aber "leider" am nächsten Tag nachgeholt, weshalb ich ja zu der zweifelhaften Ehre des Schreibens komme...
Das Essen war sehr gut. Wir hatten vorher die folgende Mitteilung bekommen und uns danach was ausgesucht: "19:30 Uhr Gemeinsames Abendessen im "Paulaner's". Es kann die Speisekarte rauf und runter gegessen werden. Das dauert aber! Deshalb sollte sich jeder bis zum 5. Mai für ein Gericht entscheiden." Nachtisch gab es dann wieder aus der Karte. Ich muss sagen, dass es sehr lecker war und es auch angemessen große Portionen gab.
Schließlich gingen wir zurück zum Verein und spielten Karten. Bevor wir ins Bett gingen, überlegten wir, wie wir dem Kurzen eine Nachricht zukommen lassen könnten, damit er uns, falls er käme, findet. Der Raum, in dem wir wohnten, war ganz oben in dem Verein. Während wir noch überlegten, kam er schon die Treppe rauf: "von drauß' vom Walde komm' ich her" grinste er und wurde natürlich freudig begrüßt.
Wir quatschen also erst noch eine Weile und gingen dann schlafen. So, das war also der zweite Tag.
Ich wollte noch mal sagen, dass mir die Fahrt sehr gut gefallen hat und dass ich jederzeit wieder irgendwohin mitfahre! Bei solchen Fahrten bin ich immer wieder froh, dass ich ernsthaft angefangen habe zu rudern.
Franziska
Nachdem ich am Freitag, dem 14. Mai, erfahren hatte, dass ich das Himmelfahrts-Wochenende frei habe, rief ich sofort Dennis an, um zu fragen, ob ich noch mit nach Lübeck darf. Die ganze Sache hatte nur ein Problem, ich musste noch bis Freitag arbeiten und konnte erst ab Samstag mitfahren. Nach einer kurzen Rücksprache mit Gustav war ich herzlich willkommen und begann sofort, meine Sachen zu packen.
Am Freitagabend gegen 23 Uhr kam ich dann bei der Lübecker Rudergesellschaft an. Nach einer unbequemen Nacht auf einer Holzbank begann der Tag um zirka 8 Uhr. Wir hatten noch 1 Stunde oder 60 Minuten oder 3600 Sekunden Zeit zum Frühstücken und um uns ruderfertig zu machen. Da stand auch schon die Jugendherbergsfraktion in der Tür, um uns abzuholen und im Auto mit nach Ratzeburg zu nehmen, wo die Boote lagen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen wir in Ratzeburg an und machten uns sofort daran, die Boote zu Wasser zu lassen und loszurudern. Die Bootseinteilung war die selbe wie am Vortag, nur mit einer Änderung. Ich ruderte für Monika, die aussetzte, wofür ich noch einmal danken möchte. In Ratzeburg abgelegt machten wir uns bei starkem Gegenwind und leichten Wellen auf den Weg über den Ratzeburger See in Richtung Wakenitz. Grade auf der Wakenitz angekommen, machten wir eine längere Mittagspause bei Speis und Trank.
Bei strahlendem Sonnenschein ruderten wir weiter Richtung Lübeck. Die angenehmen Temperaturen und die schöne Waldlandschaft ließen die Strecken wie im Flug vergehen. Doch plötzlich verschwand die Sonne hinter dicken Regenwolken. Wir wurden ziemlich nass. Jetzt noch schnell in den Seitenarm der Wakenitz, dann Blatt lang und Kopf einziehen, anlegen, Boote herausnehmen, 500 Meter durch die Pampas fahren, Boote in die Hallen legen und fertig.
Es war jetzt zirka 17 Uhr und wir verabredeten uns alle um 19 Uhr zum Essen gehen. Das Restaurant würde uns noch gesagt werden von der FL. In der Zwischenzeit duschten wir uns, spielten Karten oder machten Hausaufgaben. Jetzt wurde der Beginn unseres Treffens auch noch auf 19:30 Uhr verschoben. Da wir jungen Leute aber Bärenhunger hatten, liefen wir um 18:45 los (laut Anweisung zirka 15 Minuten Fußweg). Unterwegs bekamen wir dann einen Anruf, dass wir schon früher kommen könnten. Die Gruppen aus der Jugendherberge hat es wohl auch nicht mehr ausgehalten und dann ist schon mal zum Essen. Da stellt sich mir die Frage, warum wir uns eigentlich verabreden, wenn eh alle hingehen, wann sie wollen. Beim Abendessen wurde dann entschieden, dass ich den Bericht schreiben darf, warum, das weiß ich nicht, vielleicht deshalb, weil ich erst Freitag kam oder weil ich am nächsten an Lübeck wohne. Die älteren Jugendlichen ließen dann den Abend im "Tipasa" (Kneipenrestaurant) ausklingen.
Sebastian W.
Heute Morgen begann der letzte Tag in Lübeck. Um 9 Uhr trafen wir uns ruderfertig bei der LRG. Dieses Mal trugen wir die Boote nicht, wie in den letzten Tagen, zur Wakenitz.
Wir fuhren über den Lübecker Kanal. Wir sahen vom Wasser aus den Dom, die Herz-Jesu Kirche, die St. Petri Kirche und die St. Marien Kirche. Wir fuhren bis zum Wallhafen, drehten um und ruderten durch den alten Stadtgraben und die Lachswehr wieder zurück zur LRG.
Wir brachten die Boote auf Vordermann und aßen dann um 13:30 Uhr Kartoffelsuppe mit Würstchen. Um 14:30 Uhr fuhren wir wie geplant wieder nach Berlin. Es war wieder mal eine schöne Wanderfahrt von der SV Dresdenia.
Jorin
Rudern @ Dresdenia Berlin
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